FS 98 Schach - Home

Vierte und Fünfte zuhause siegreich in Runde Zwei

Bei trübem Himmel und leichtem Nieselregen – also bei bestem Schachwetter - traten unsere vierte und fünfte Mannschaft am Sonntag im Westfalen-Kolleg gegen die Gäste aus Huckarde und Mengede an. Dabei mußte sich unsere Vierte in Runde 2 der Bezirksklasse mit Huckarde-Westerfilde 2 auseinandersetzen. Sehr schnell gab es die erste Entscheidung an Brett 4, wo der Gegner von Jürgen Mokros im Damenbauernspiel ein Läuferopfer auf g6 förmlich provozierte. Danach sah seine Königsstellung so luftig aus, daß er postwendend aufgab – womöglich ein wenig voreilig, aber Spaß hätte ein Weiterspielen wohl kaum gemacht. An den Brettern 7 und 3 folgten danach zwei Unentschieden:

Bei jeweils ruhigem Spielverlauf vermochten weder Alexander Dite noch der Gegner von Rudolf Herrmann ihren Mehrbauern gewinnbringend zu verwerten – Alexander hatte zwar einen gedeckten Freibauern, bekam ihn jedoch nicht ohne weiteres ins Laufen und auch keine Gelegenheit zu weiterer gewinnträchtiger Vereinfachung. Rudolf rettete sich in ein Dauerschach mittels Dame und Springer. Nach langem Kampf setzte sich Bassam Maghrbi an Brett 8 mit einem Mehrbauern gegen Bezirksspielleiter Jürgen Beckers durch. In einem günstigen Moment konnte Bassam ein Turmendspiel in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln, in dem seine beiden verbundenen Freibauern gegenüber Jürgens entferntem Freibauern die Oberhand behielten. Zwischenstand: 3 zu 1 für den FSV. An Brett 5 entwickelte sich die Partie von Roland Howorka zu einem Endspiel mit jeweils Springer und (verschiedenfarbigem) Läufer und verzahnten Bauernketten, wo am Ende keiner der beiden Spieler noch sinnvolle Züge machen konnte, so dass Remis gegeben wurde. Humam al Kassas an Brett 6 wiederum büßte früh einen Läufer ein. Mit gewohnt phantasievollem Spiel versuchte er dieses Manko zu kompensieren, doch sein Gegner blieb auf der Hut und liess bis zum Partiegewinn nichts mehr anbrennen. Dreieinhalb Punkte nun für die Vierte, die aber seit längerem in der glücklichen Lage war, an Brett 1 einem weiteren Punkt entgegen zu sehen: Joachim Sonntag konnte mit Schwarz im Damengambit einen nicht zuende berechneten Figurenabtausch seines Gegners nutzen, um ihn zur Hergabe der Qualität zu zwingen – ein Vorteil, den er nicht mehr aus der Hand gab, und am Ende hätte sein Gegner sogar verlustbringend seine Dame gegen einen Turm eintauschen müssen. 4,5 zu 2,5 nun der Stand – durchaus zur Erleichterung von Christian Bommert an Brett 2, der seinem Gegner in der Bird-Eröffnung viel Raum im Zentrum überlassen hatte, mit seinem eigenen Angriff am Königsflügel jedoch nicht so recht durchdrang und deshalb mit einem Remis zufrieden sein mußte. Endstand damit 5 zu 3 für unsere Vierte, den neuen Tabellenführer der Bezirksklasse, der am 3.11. zur Runde 3 von Eving 2 erwartet wird.

In der zweiten Begegnung des Tages konnte sich unsere Fünfte gegenüber den Gästen von Mengede 3 deutlich mit 5,5 zu 2,5 durchsetzen und in der zweiten Runde der Kreisliga die ersten beiden Punkte der Saison einkassieren. Bereits nach dreissig Minuten gingen die ersten beiden Brettpunkte kampflos an uns Gastgeber, da Ala Eddin Alos Gegner an Brett 3 nicht erschienen war. An Brett 4 hatten beide Gegner ein recht hohes Zugtempo vorgelegt. Vielleicht war dies auch der Grund, dass Vereinsneuzugang Karl Wilhelm Schopp – nach etlichen Jahren Turnierabstinenz mit noch wenig Spielpraxis – im 31. Zug in der Aufregung und Anspannung eher harmlos abwickelte anstatt die Gelegenheit für ein späteres Abzugschach mit seinem Turm zu ergreifen, nach welchem es für die gegnerische Dame nirgendwo ein Entkommen gegeben hätte. „Zum Ausgleich“ verstand es sein Gegner später nicht, im entstandenen Bauernendspiel seinen entfernten Freibauern siegbringend zu nutzen: Remis. An Brett 7 errang Ingo Grüneberg mit der modernen Verteidigung bald die klar bessere Stellung. Nach einem Turm-Einsteller streckte sein Gegner die Waffen. Nach unorthodoxer Eröffnung mit frühem Damentausch sah sich Uwe Röll an Brett 6 einem mächtigen gegnerischen Freibauernpaar gegenüber, gegen das es letztlich keine Verteidigung gab. Zwischenstand nach vier Partien 2, 5 zu 1,5 für unsere Fünfte. Hendrik Maffei musste lange gegen seinen (lediglich körperlich) gerade mal halb so großen Kontrahenten kämpfen, ehe er im Endspiel seines Italieners mit Schwarz schließlich die Chance zu einer siegbringenden Springergabel erhielt. Bei nunmehr 3,5 Punkten für den FSV war der anschließende Sieg Klaus Collisys an Brett 2 vorentscheidend, der sich in seinem geliebten „Stonewall mit Weiß“ bei geschlossenem Zentrum mit einem schönen Angriff am Königsflügel durchsetzte und mit Dame und Läufer unparierbar Matt drohte. Der nächste Punkt jedoch ging wieder an die Gäste: An Brett 8 nutzte der Gegner von Petra Wilkins ihren Entwicklungsrückstand am Damenflügel zu einem letztlich durchschlagenden Mattangriff. Glück für ihn, dass Petra im 18. Zug die Chance zum wohl siegverheißenden Figurengewinn übersehen hatte! In der letzten Partie des Tages an Brett 1 hatten sich Bettina Rostek und ihr Gegner lange Zeit verkeilt und belauerten sich geduldig. Schließlich gelang eine Öffnung der Stellung mit beiderseitigen Matt- und Dauerschachdrohungen. Doch Bettina nutzte ihr Mehrtempo und zwang ihren Gegner durch einen geschickten Mattangriff am Damenflügel zur Aufgabe. Endstand 5,5 zu 2,5 für die Fünfte, die nun am 10.11. auswärts in Runde 3 der Kreisliga gegen den derzeitigen Tabellenführer Brackel 8 antreten „darf“.

 

Additional information

Cookies optimieren die Funktion dieser Website. Mit dem Besuch unserer Homepage geht das Einverständnis in die Verwendung von Cookies einher.
Mehr Informationen OK