FS 98 in der Kreisliga weiter ohne Fortune

Auch im fünften Kampf in der Kreisliga blieb unserer Fünften der erste Mannschaftspunkt verwehrt. Ohne Mannschaftsführer Klaus Collisy und mit kurzfristig notwendig gewordenen Umstellungen agierte das Team gegen Brackel VIII glücklos. Da half auch nicht der kampflose Punktgewinn von Stefan Wangrin - der als Interimskäpt'n fungierte - denn noch bevor die Wartezeit abgelaufen war, geriet Tobias Weimer in eine Eröffnungsfalle und strickte unfreiwillig am Selbstmatt im neunten Zuge mit. Solcherlei "leichte Fehler" waren jedoch symptomatisch auch für das Spiel an anderen Brettern.

So war Hendrik Maffei ebenfalls im neunten Zug gezwungen, eine Leichtfigur gegen zwei Bauern zu geben, da er seinem Läufer das Rückzugsfeld genommen hatte. Nach forciertem Damentausch brach der Damenflügel zusammen, die schlechter koordinierten Figuren kosteten schließlich weiteres Material und die Partie. An Achim Schlettigs Brett sah 18 Züge lang alles gut aus, bis Achim zu früh nach einem gegnerischen Bauern schnappte und durch eine übersehene Fesselung zunächst die Qualität verlor. Doch ein Fehler kommt selten allein, und so war sechs Züge später die Partie vorbei. Ein ähnliches Bild ergab sich bei der Partie von Petra Wilkins, deren mit Schwarz spielender Gegner sich mit einem Turmausflug auf die zweite Reihe reichlich weit aus dem Fenster gelehnt hatte, war dadurch doch die achte Reihe - zumal ohne Luftloch - gefährlich entblößt worden.
Ein erzwungener Turmtausch hätte die Kontrolle über die e-Linie und weiteren Bauerngewinn bringen können. Doch Petra griff zum falschen Turm und war in zwei Zügen mattgesetzt.
Mark Rabe kam gut aus der Eröffnung und konnte einen Bauern erobern, nach einem Läuferausflug geriet jedoch auch er in eine unangenehme Fesselung, und für die Figur gab's keinen Weg zurück mehr. Wie hungrige Heuschrecken fielen in der Folge die gegnerischen Figuren über seine Stellung her und strichen Stein um Stein aus Marks Kader, bis schließlich auch noch die Dame zu fallen drohte - damit war's genug, Mark kapitulierte.
Für einen Lichtblick sorgte zwischendurch Lilo Böckmann am achten Brett, die gut durch eine verwickelte Partie lavierte und am Ende etwas Glück hatte, dass ihr Gegner seinem vorgerückten Freibauern nicht recht traute und mit Remis zufrieden war. Ebenfalls unentschieden endete die letzte Partie des Kampfes, in der sich Ingo Grüneberg mit frisch reponiertem Nackenwirbel wacker schlug. So blieb unterm Strich ein 2:6, immerhin gegen einen DWZ-mäßig erheblich stärkeren Gegner. Schon in drei Wochen muss die Fünfte wieder 'ran wenn es am 18. Februar gegen Doppelbauer Brambauer geht - die just dem Spitzenreiter Hansa einen Punkt abgeknöpft haben ...

 

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