Schacholympiade Samarkand

Mit einem 2,5:1,5 gelang der deutschen Herrennationalmannschaft gegen die Niederlande ein wichtiger Sieg in der finalen elften Runde der Schacholympiade. Punktgleich mit den Zweitplatzierten aus Indien erreichte das Team von Bundestrainer GM Jan Gustafsson damit einen Medaillenrang, die etwas schlechtere Feinwertung sorgte schließlich "nur" für Bronze, Gold ging an die überragend aufspielenden Usbeken.

 

Bei der alle zwei Jahre ausgetragenen Mannschaftsweltmeisterschaft traten in diesem Jahr über 200 Vertretungen nationaler Schachverbände zum Wettbewerb an. Gespielt wurde in Samarkand (Usbekistan) in 4er-Teams plus Ersatzspieler, für Deutschland waren dies Vincent Keymer, Matthias Blübaum, Frederik Svane, Alexander Donchenko und Rasmus Svane im sogenannten Offenen Turnier.
Für das deutsche Frauenteam gingen Dinara Wagner, Elisabeth Pähtz, Hanna Marie Klek, Jana Schneider und Lara Schulze an den Start. An Nummer 10 der Startliste gesetzt landete das Team am Ende etwas enttäuschend auf dem 29. Platz, was sicher wieder die Diskussion um die "Krise im deutschen Frauenschach" neu befeuern dürfte.

Schaut man nur auf das Herrenteam, so ist die Bronzemedaille - errreicht durch Siege unter anderem gegen die favorisierten USA und auch gegen den späteren Olympiasieger Usbekistan - der größte Erfolg seit einem Vierteljahrhundert.
Das Sahnehäubchen markiert dann noch die Goldmedaille für die beste Einzelleistung (8,5/11) an Brett 3 für Frederik Svane! Schach in Dortmund beim FS 98 - der Schachabteilung im Freien Sportverein von 1898.