ZwoDo-Ausklang 2018

bltzZur 4. Runde unserer Offenen Blitz-Vereinsmeisterschaft sind Blitzwillige gerne wieder am zwoten Donnerstag im Dezember - also am 13.12. -  bei uns im Haus der Vielfalt gesehen!

Gespielt werden 5-Minuten-Blitzpartien nach der "Hopp-oder-top"-Regel: Erster falscher Zug verliert!

Anmeldung vor Ort bis 19.45 Uhr, Rundenzahl und Modus abhängig von Teilnehmerzahl, späteres Einsteigen ist prinzipiell möglich.

Super Sonntag

Auch am 2. Advent hieß es für zwei unserer Mannschaften wieder "ran ans Brett" statt heimelig bei Kerzenschein Plätzchen und Glühwein zu verkosten. Immerhin wurde der sportliche Einsatz der zweiten und dritten Mannschaft jeweils mit einem 5:3-Erfolg belohnt, was in beiden Spielklassen die Überwinterung in den oberen Tabellensphären bedeutet.
In der Bezirksliga hatten wir die nominell von der Spielstärke her sehr homogen besetzte zweite Mannschaft des DSV im Westfalenkolleg zu Gast. Obwohl wir mit sieben Stammspielern und "finnischer Verstärkung" durch Ralf Erkelenz am achten Brett antreten konnten, erwartete ich einen harten Kampf mit durchaus offenen Ausgang. So passierte zunächst auch recht wenig, allerdings kam Gerd Meyer am Spitzenbrett schon früh positionell in Vorteil, als ihm die Öffnung der gegnerischen Rochadestellung gelang. In meiner Partie am zweiten Brett spielten beide Seiten mit hohem Risiko: Während ich einen in der Englischen Eröffnung oft verfolgten Plan wählte - Ta1-b1, dann mit dem b-Bauern nach vorne - und mich demnach auf dem Damenflügel tummelte, trieb Schwarz seine Königsflügelbauern voran. Die spannende Frage war, wer wohl die stärkeren Drohungen aufbieten konnte. Nebenan am Brett von Rainer Schläger wogte derweil der Kampf hin und her, Rainer konnte einige gegnerische Bauern einsammeln und dann vorteilhaft seine Dame gegen zwei Türme eintauschen. Doch galt es, den Bewegungsdrang der weißen Dame einzudämmen und den eigenen König sicher zu stellen. In Karl-Heinz Vöpels Partie war nach 20 Zügen bereits ein Großteil der Figuren abgetauscht. Zwar hatte sich Karl-Heinz einen gedeckten Freibauern verschafft, Schwarz hatte jedoch seinen Läufer schon seit 10 Zügen auf c6 als "Riesenbauer" geparkt und bewegte ihn auch den Rest der Partie nicht mehr. Da war einfach kein Durchkommen, latente Mattdrohungen durch Schwerfigurenkonzentration in der f-Linie erschwerten zusätzlich raumgreifende Operationen. Dennoch lehnte Karl-Heinz zunächst ein gegnerisches Remis-Angebot ab. Schlechter sah es zu diesem Zeitpunkt dagegen am Brett von Udo Rauschenbusch aus, der nicht erfreut war, seinem Gegner zum dritten Mal mit den schwarzen Steinen begegnen zu müssen. In einem klassischen Königsinder griff Udo in ausgeglichener Stellung zu drastischen Mitteln - "Selbstmord aus Angst vor dem positionellen Tod" wie Udo in der Nachbetrachtung meint - und verwaltete danach nurmehr eine Stellungsruine, die im 33. Zug aufgabereif war. Zuvor hatte uns aber Ralf Erkelenz mit 1:0 in Führung gebracht, nachdem sich sein Gegner bereits frühzeitig positionell mit seinen Figuren verknotet hatte. Jürgen Büdel verbuchte über weite Strecken seiner Partie permanent leichten Vorteil, verpasste aber den Moment für einen Bauerndurchbruch im Zentrum und geriet dadurch anschließend selbst unter Druck. Ein Qualitätsopfer brachte keine wirkliche Linderung, die Partie wurde aber überraschend durch einen gegnerischen Figureneinsteller entschieden. Rainer hatte derweil seine beiden Türme aktivieren können und war dem weißen König auf die Pelle gerückt, Weiß sah sich zu einem Abtausch der verbliebenen Schwerfiguren genötigt, das Bauernendspiel war jedoch für Rainer glatt gewonnen. Und nachdem Karl-Heinz seine Gewinnbemühungen eingestellt und selbst das Remis angeboten hatte - was auch angenommen wurde - lagen wir also plötzlich mit 3,5 Punkten vorne und knapp vor einem Mannschaftssieg. Ich selbst konnte dazu leider keinen Punkt beisteuern, denn die Belagerung meines Königs stellte sich doch als schlagkräftiger als meine eigenen Operationen entlang der a-Linie heraus. In Zeitnot unterlief mir dann noch ein Fingerfehler, der umgehend zum Matt führte.
Da hatte es Christian Vogt mit seiner Partie besser gemacht und sich grundsolide leichten Endspielvorteil erarbeitet. Christian ging auf Nummer sicher und bot mit der Wiederholung von Königszügen ein Remis an, in das auch eingewilligt wurde. Die Entscheidung fiel somit am ersten Brett, und sie fiel auch zu unseren Gunsten, da Gerds Gegner nach 64 Zügen die Partie aufgab.
Mit insgesamt neun Mannschaftspunkten und dem momentan zweiten Tabellenplatz sollten wir damit in der Bezirksliga nichts mehr mit dem Thema "Abstieg" zu tun haben und können dem Restprogramm in 2019 entspannt entgegensehen!

Bezirksklasse-Herbstmeister

In der zweiten Begegnung des Tages sah sich – jenseits des Ziehharmonika-Vorhangs – unsere Dritte in der Bezirksklasse den Gästen von Eichlinghofen 3 gegenüber. Aufgrund dieser optischen Trennung und der Tatsache geschuldet, daß ich selber alle Hände voll zu tun hatte, meine eigene Partie in den Sand zu setzen (vgl. den obigen Bericht von Michael), blieb mir ein Einblick in die zeitliche Abfolge dieses Mannschaftskampfes verwehrt. Die Partien im Einzelnen: Lothar Völler übersah mit Schwarz in der Caro-Kann-Verteidigung einen Doppelangriff der weißen Dame von e4 auf h7 mit Mattdrohung sowie gleichzeitig auf den ungedeckten Turm auf a8. In der Folge setzte Weiß aber im „Kombinationsrausch“ sein Material sehr großzügig ein. Pech für Lothar, daß er versäumte, dreimalige Stellungswiederholung zu reklamieren, bevor sein Gegner dann doch das Gewinnmanöver fand. Christoph Rzoczek und Rudolf Dieckmann trennten sich jeweils mit einem Remis von ihren Gegnern bei ausgeglichenen oder annähernd ausgeglichenen Stellungsbildern. Dieter Gerke gewann kampflos. Werner Nettbohls Gegner, mit Weiß im Damengambit spielend, schuf sich durch Umgruppierung eine wirkmächtige Läufer-Dame-Batterie, die auf der Diagonale c2 – h7 und später auch von der h-Linie aus den schwarzen König auf h8 umdrohte. Nach der unbemerkten Demaskierung des zweiten – schwarzfeldrigen - weißen Läufers, der von b2 aus auf den g7-Bauern zielte, brachte der Dameneinschlag auf h6 die Entscheidung zugunsten von Weiß. An den beiden unteren Brettern, wo Helmut Pauli und Einwechselspieler Rudolf Herrmann ihre Partien gewannen, war der Spielstärkeunterschied deutlich zu sehen. Helmut konnte es sich leisten, auf den Gewinn der gegnerischen Dame zu verzichten, Rudolf gelang ein kurioses Matt mit drei Leichtfiguren, darunter ein auf a8 stehender weißer Springer! Andreas Pillat erbeutete mit Schwarz im Sweschnikow-Sizilianer schnell einen Bauern auf e4 und setzte den gegnerischen König bald durch einen Dame-Läufer-Angriff auf den schwachen weißen Feldern unter Druck. Nach einem komplizierten Tausch-Manöver der beiden weißfeldrigen Läufer konnte Schwarz mit Dame und Turm die gegnerische zweite Reihe besetzen, der von c6 über d4 nach f3 hinzueilende schwarze Springer gab Weiß dann den Rest. Nach diesem Sieg mit dem Endstand von 5 zu 3 führt die Dritte die Bezirksklasse-Tabelle an und darf als „Herbstmeister“ auf Platz 1 überwintern, bevor sie am 27.01.2019 auswärts auf Brackel 7 trifft.

Kantersieg und Hoffnungsschimmer

Letzten Sonntag waren wieder drei unserer Teams im Einsatz: Die Erste empfing zuhause mit der SG Bochum den Tabellenletzten der Verbandsklasse Gruppe 2, und unsere beiden Kreisligamannschaften spielten auswärts gegen DSV IV, bzw. Ewaldi Aplerbeck II. Vor Ort im Café des Hansmann-Hauses konnte ich noch Zeuge eines überzeugenden Kantersieges unserer Vierten werden. Schon relativ rasch war der FS98 durch den etwas glücklichen Partiegewinn von Humam Al Kassas in Führung gegangen, Eugen Tautz punktete ebenfalls voll und Rudolf Herrmann steuerte noch ein Remis bei, sodass bereits nach zwei Stunden Spielzeit eine komfortable 2,5:0,5-Führung für uns erreicht worden war.

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Endstation Brackel

In der vorigen Saison gelang uns erstmals im Rahmen des Viererpokalwettbewerbs der Einzug in die Vorrunde auf NRW-Ebene. In der auf Bezirksebene abschließenden Finalrunde hatten wir damals recht sang- und klanglos mit 0:4 gegen die Schachfreunde Brackel verloren, die auch jetzt wieder unser Gegner - allerdings schon im Viertelfinale - waren. Mit der Aufstellung Igor Khess, Jörg Grube, Udo Jost und Michael Schulz-Runge gingen wir vergangenen Freitag in den Kampf und durften uns angesichts der Brackeler Aufstellung durchaus ernst genommen fühlen: Igor hatte es mit Soel Kartsev (2212) zu tun, Jörg traf auf Christian Goldschmidt (2174), Udo spielte gegen Lando Korten (2107) und ich durfte mich - wie schon im Vorjahr - mit IM Thomas Fiebig (2417) auseinandersetzen.

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