Kurzbericht von der JHV der SG DO

Zur alljährlich zu Jahresbeginn stattfindenden Jahreshauptversammlung der Schachgemeinschaft Dortmund fanden sich letzten Freitag die Vertreter aller 17 in der SG DO organisierten Vereine im Brackeler Vereinsheim zusammen. Am Stichtag 01.01.2019 waren insgesamt 833 Mitglieder in den Vereinen der Schachgemeinschaft gemeldet, was gegenüber dem Vorjahr (827) ein leichtes Plus bedeutet und Dortmund damit weiter der mitgliederstärkste Bezirk im Schachverband Ruhr bleibt. Der vorgelegte Kassenbericht für 2018 machte wieder einmal deutlich, dass rund Dreiviertel der durch die SG DO eingetriebenen Mitgliedsbeiträge an übergeordnete Verbände (DSB, SB NRW, SVR) abgeführt wird, vom Rest fließt der Löwenanteil allerdings in den Etat für die Turniere der Schachgemeinschaft (Preisgelder, Saalmieten, Kosten der Turnierleitung). Schachjugend, Vorstand und Rücklagenbildung sind weitere Ausgabeposten. Bei den anstehenden Vorstandswahlen stellten sich nach erteilter Entlastung die jeweiligen Amtsinhaber erneut zur Verfügung, und Christian Jochmann (2. Vorsitzender), Pit Schulenburg (DWZ-Referent) und Bernfried Schultz (Kassierer) wurden jeweils einstimmig wiedergewählt. Der Posten des ebenfalls zur Wahl stehenden 2. Spielleiters blieb dagegen unbesetzt, bzw. wird weiterhin kommissarisch vom 1. Spielleiter Jürgen Beckers ausgeübt.
Zum Teil leidenschaftlich diskutiert wurden die beantragten Änderungen an der Satzung der Schachgemeinschaft. In der aktualisierten Fassung werden dann einzelne Paragrafen klarer formuliert und an die bereits eingeübte Praxis angepasst sein, konkrete Änderungen ergeben sich dadurch nicht.
Ein vom Spielleiter eingebrachter Vorschlag zur Einführung einer Schnellschachliga, bzw. einer auf Bezirksebene auszutragenen Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft diente als Diskussionsgrundlage und ergab ein erstes Stimmungsbild. Aus der Versammlung wurde der Wunsch nach Konkretisierung (z.B. hinsichtlich Veranstaltungstag und -ort, Anzahl der Mannschaftsmitglieder) geäußert, prinzipiell scheinen die Vereine einem solchen Vorhaben gegenüber jedoch nicht abgeneigt zu sein.
Außerdem machte der 1. Spielleiter noch darauf aufmerksam, dass er dem Schachverband in der ersten Aprilwoche (praktisch direkt nach der letzten Bezirksligarunde) die Kandidaten für die Verbandsbezirksliga nennen muss, der Termin zur An- und Abmeldung von Mannschaften bleibt unverändert der 1. Juni, Meldung der Mannschaftsaufstellungen dann bis spätestens 1. August.

Dritte hat den Aufstieg im Blick

Weiter im grünen (Aufstiegs-)Bereich bewegt sich unsere Dritte in der Bezirksklasse nach dem 5,5:2,5-Sieg gegen Brambauer III. Gegen die etwas lustlos agierenden Doppelbauern kam kein FS98er ernsthaft in Bedrängnis, und nach noch nicht mal zweieinhalb Stunden Gesamtspielzeit war der Mannschaftskampf schon wieder beendet. Mit schönem Angriffsspiel konnten sowohl Sascha Mihajlov als auch Christoph Rzoczek den jeweiligen Gegner noch vor dem 30. Zug zur Aufgabe bringen, Dieter Gerke brauchte für seinen Sieg gar nur 20 Züge, alle anderen Partien gingen unentschieden aus. Damit liegt unsere Dritte zwei Runden vor Schluss auf dem zweiten Tabellenplatz und muss in der nächsten Runde auswärts bei Berghofen-Hörde antreten - dem Team, das als bislang einziges dem Tabellenführer aus Brackel eine Niederlage beigebracht hat ...
Die Einzelergebnisse vom 17. Februar:

7. Runde Bezirksklasse

Großartig gekämpft - knapp verloren

Zu einem Topspiel der Bezirksliga empfing vergangenen Sonntag unsere Zweite die punktgleiche Mannschaft von Schüren beim Heimspiel im Westfalenkolleg. Leider konnte ich als Mannschaftsführer nur sieben Mann ans Brett bringen, der kurzfristige krankheitsbedingte Ausfall von Karl-Heinz Vöpel war nicht mehr zu kompensieren. Auch so mussten wir schon auf Verstärkung aus der dritten und vierten Mannschaft zurückgreifen, Andreas Pillat und den wieder genesenden Hajo Sonntag konnte ich noch rechtzeitig zur sonntäglichen Extraschicht "überreden". Zwar hatte auch Schüren nicht seine ersten Acht am Start, lag aber zunächst kampflos mit 1:0 in Führung. Ein Blick auf die Aufstellungen der beiden Teams machte hinsichtlich der DWZ deutlich, dass wir bis auf das achte Brett an allen Positionen schwächer aufgestellt waren, was nichts Gutes erwarten ließ. Doch zunächst entwickelten sich die Partien recht ausgeglichen, Jürgen Büdel steuerte dann nach einer wahren Abtauschorgie als Erster einen halben Punkt bei. Leider kam Reiner Schläger schon mitten in der Eröffnung auf Abwege: Ein gegnerischer Springer konnte einen gefesselten Bauern nutzen, um keck vor Reiners König aufzutauchen und unabwendbar Materialgewinn anzudrohen. Auch in anderen Partien sollten versprengte Springer spielentscheidende Bedeutung erlangen. So z.B. an Hajos Brett, wo sich ein Springer seines Gegners im Bauerngeflecht verhedderte, dann in der geöffneten a-Linie gefesselt und schließlich abgepflückt wurde. Die Partie lief zwar noch einige Züge weiter, an Hajos Sieg war gleichwohl nicht mehr zu rütteln: Punkt für uns! Leider konnte am Nachbarbrett Andreas, der sich mit dem starken Dieter Kirstein auseinandersetzen musste, eine Fesselung seines Springers nicht abschütteln und musste bald nach Verlust der Figur das Handtuch werfen. Da sich inzwischen auch Reiners Situation - mit Minusturm, in der Mitte festgenageltem König, erzwungenem Damentausch - weiter verschlimmert hatte, führte Schüren komfortabel mit 3,5:1,5. Doch noch liefen ja drei Partien, und in keiner davon standen wir schlechter. Christian Vogt hatte zwar viel Bedenkzeit verbraucht, war jedoch in einem remisverdächtigen Schwerfigurenendspiel gelandet, Gerd Meyer konnte Druck gegen einen am Brettrand gestrandeten Springer aufbauen, und meine eigene Partie lief auf eine Zeitnotschlacht hinaus, allerdings hatte ich da ebenfalls wegen eines am Rand abgeklemmten gegnerischen Springers das leichtere Spiel. Gerd konnte schließlich die Figur gewinnen, worauf sein Gegner sofort aufgab, mein Gegner stellte in Zeitnot die Dame ein und gab ebenfalls auf - Ausgleich zum 3,5:3,5! Jetzt hing der Ausgang des Kampfes allein von Christians Partie ab, wo sich mittlerweile ein Damenendspiel ergeben hatte. Leider war Christians Königsstellung anfällig, und ein entfernter Freibauer sorgte zusätzlich für Ungemach. Die Entscheidung fiel dann zu unseren Ungunsten durch erzwungenen Damentausch, und nach einem fünfeinhalb Stunden dauernden Schlagabtausch konnte Schüren mit diesem knappen 4,5:3,5-Erfolg als Sieger nach Hause fahren. Auch in der nächsten Runde am 3. März (Sondertermin!) liegt ein dicker Brocken vor uns: Dann kommt nämlich der Tabellenführer Brackel V ins Westfalenkolleg ...
Die Einzelergebnisse vom Sonntag:

7. Runde Bezirksliga

Mannschaftskämpfe vom 3. Februar

Würde unsere Fünfte allein für jeden knapp verlorenen oder unentschieden ausgegangenen Mannschaftskampf einen Extrapunkt erhalten, würde sie in der Kreisliga ganz oben mitspielen. So aber, mit der zweiten 3,5 : 4,5 - Niederlage der Saison, orientiert sich das Team um Mannschaftsführer Klaus Collisy weiter gegen Tabellenende.

Weiterlesen: Mannschaftskämpfe vom 3. Februar

Hoch soll er leben!

Am heutigen 30. Januar feiert unser Schachfreund Eugen Tautz seinen 95. Geburtstag!

Eugen Portrait klein

Der Jubilar, der bereits 1948 in die erst zwei Jahre zuvor wiedergegründete Schachabteilung des FS 98 eingetreten war und für seine langjährige Vereinszugehörigkeit im Dezember letztes Jahr die goldene Vereinsnadel überreicht bekommen hatte, lässt immer noch gerne "die Puppen tanzen" und ist ein nicht zu unterschätzender Gegner am Brett.

Herzlichen Glückwunsch, Eugen, alles erdenklich Gute und noch so manchen erhellenden Geistesblitz!

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