Üblicherweise hält man am Jahresende einmal kurz inne und lässt gedanklich den Blick zurückschweifen auf die verstrichenen zwölf Monate des Jahres. Wie ein dicker roter Faden zieht sich da natürlich die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf unser aller privates, geselliges und schachliches Leben durch. Bleiben wir beim Schach: Da kann man die ersten Monate ja getrost vergessen, die einzigen "Höhepunkte" waren dann auch noch von trauriger Art - wir erinnern uns an die unerwarteten Todesfälle unserer langjährigen Schachfreunde Udo Jost und Dieter Gerke.

Dann der Sommer mit einer zunehmenden Anzahl komplett immunisierter Schachfreunde und der schönen Möglichkeit, auf "Rudis Ranch" unter freiem Himmel in echt am Brett wieder Schach spielen zu können! Nicht zu vergessen unsere Mitgliederversammlung, die nach der virtuellen Notlösung vom Vorjahr wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden konnte.

Aufkeimende Vorfreude bei den Planungen für die neue Wettkampfsaison, auch wenn die Personaldecke für Mannschaftskämpfe nicht dicker geworden war, sondern wir uns im Gegenteil "gesundschrumpfen" mussten. Zaghafte Versuche, den internen Spiel- und Turnierbetrieb wieder aufzunehmen.

Doch schon die ersten Runden der dann tatsächlich beginnenden Saison 2021/22 waren von diversen Störgeräuschen begleitet: frühzeitig nachlassender Impfschutz, wieder steigende Infektionszahlen, das Aufkommen einer neuen Virus-Variante. Das Hygienekonzept des Schachbundes wurde fast im Wochentakt aktualisiert - 3G, 2G, 2Gplus - und aktuell zum Jahresende wird der Spielbetrieb faktisch wieder eingestellt. Auch unsere eigenen Wettkampfangebote ruhen (Vereinspokal) oder finden wieder ersatzweise im Internet statt (ZwoDo-Blitz).

Es ist enttäuschend und frustrierend, dass wir uns Ende 2021 in einer ähnlichen Lage wie ein Jahr zuvor befinden, vielleicht mit dem Unterschied, dass Hoffnung auf kurzfristige Besserung genährt wird. Sowohl auf Verbands- als auch auf Bezirksebene sind die Spieltermine im Januar 2022 abgesagt und Nachholtermine ab Februar angesetzt worden, was natürlich zu mehr Wettkampfterminen in kürzerer Zeit bei einer ohnehin knappen (da verspätet gestarteten) Saison führt. Womit wir schon beim Ausblick auf das neue Jahr wären. Doch auch da gilt wie schon bisher: Fahren "auf Sicht", nichts Genaues weiß man nicht, selbst mittelfristige Planungen gestalten sich schwierig. Momentan ist es völlig offen, wann wir unsere Vereinsabende im Haus der Vielfalt wieder aufnehmen (können).

Das ist vielleicht die Konstante, die aus dem alten in das neue Jahr hinüberreicht: Es bleibt alles anders.

Für den Vorstand der Schachabteilung darf ich allen Schachfreundinnen und Schachfreunden ein gutes, ein besseres, vor allem ein gesundes, neues Jahr wünschen!

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