Mannschaftskämpfe: Mehr verloren als gewonnen

Wieder einmal traten unsere drei "Klasse"-Teams gemeinsam in Heimkämpfen im Westfalenkolleg an, klasse war am Ende aber nur die Leistung unserer Vierten in der Bezirksklasse. Mit einem knappen 4,5:3,5 wurde Marten-Bövinghausen II wieder nach Hause geschickt, einzig Sascha Mihajlov musste einen vollen Punkt abliefern, die anderen Partien endeten zu unseren Gunsten oder remis.

Von einem solchen Ergebnis meilenweit entfernt präsentierte sich dagegen die Erste, die in der Verbandsklasse den SW Oberhausen zu Gast hatte. Früh schon kam Lukasz Potyrala als Weißer gegen Holländisch spielend unter die Räder und gab mit einer Minusfigur noch vor dem zwanzigsten Zug entnervt auf. Länger wehrte sich Jörg Grube, der nach fehlerhafter Variantenberechnung ebenfalls eine Figur einbüßte, das Ergebnis war letztlich dann dasselbe. Nach spannendem Partieverlauf konnte Igor Khess in ein leicht vorteilhaftes Leichtfigurenendspiel abwickeln, die Gewinnführung aber wurde erst durch einen gegnerischen Patzer enorm erleichtert. Einem Ausgleich im Brettpunktverhältnis näherten wir uns durch das Remis von Christoph Lauche, der in einem Damenendspiel mit Dauerschach landete. Leider ließen die Stellungen an den anderen Brettern keinen großen Optimismus aufkommen: Oleg Reichmann knetete seinen Gegner in einem schwer einzuschätzenden Doppelturm-plus-Läufer-Endspiel, Udo Jost fischte nach Qualitätsverlust mit vagen Angriffsdrohungen im Trüben, Bernd Brendemühl hatte nur kurze Freude an einem Bauerngewinn und musste eine Figur für einen weiteren Bauern geben, und ich selbst wandelte nach einem wirkungslosen Bauernopfer und bei knapper werdender Bedenkzeit beständig am Rand eines Abgrunds. Nachlassende Konzentration sorgte denn bei mir für ein spontanes Partieende nach Figureneinsteller, und auch Bernd kam um die Parteiaufgabe nicht drum herum. Udos Gegner jedoch ließ sich von einer Serie von Schachgeboten beeindrucken und willigte in ein Remis ein, während zuletzt Oleg seine Partie sogar noch gewinnen konnte. Mit dem Endstand von 3:5 waren wir also noch gut bedient. 

Das gleiche Ergebnis ereilte auch die dritte Mannschaft von Christian Bommert, der sich im Treffen mit dem Tabellenletzten der Bezirksklasse, Ewaldi Aplerbeck, jedoch mehr versprochen hatte. Doch ebenso wie Christian, der seine Stellung überzog und verlor, erging es auch Jürgen Mokros und Eugen Tautz, demgegenüber konnte nur Roland Howorka seine Partei gewinnen, der Rest endete remis. Im längsten Kampf des Tages musste sich Alexander Dite gegen ein Springerpaar plus Freibauer wehren. Doch als der Bauer gefallen war, war auch hier das Unentschieden klar.
Damit bleiben alle Mannschaften im Mittelfeld der Tabellen ihrer jeweiligen Klassen. Für alle drei Teams (Sondertermin für die Erste!) geht es bereits in zwei Wochen am 11. März in die vorletzte Runde der Meisterschaft.

 

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